Daniel Menche

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Daniel Menche

Beitragvon Kenaz » 03.07.2010 (19:56)

Aus aktuellem Anlass, nämlich akuter Begeisterung nach dem Durchhören von Daniel Menche's "Wolf's Milk", wollte ich mal die Frage in den Raum schmeißen, wie eigentlich die geschätzte Foren-Belegschaft hier zu Mr. Menche steht; ich kann mich nämlich nicht entsinnen, dass der hier schon mal dezidiert Thema war - man korrigiere mich jedoch gerne, sollte ich mich irren ...

Ich für meinen Teil hab' den Mann jedenfalls recht lange umgangen (das Frühwerk wusste mich nicht so sehr zu überzeugen, "Screaming Caress" bspw. hab' ich mir damals nur aus Side Effects-Fetischismus gekauft, danach lag die wie Blei in meinem CD-Regal) bzw. ignoriert und bin erst durch die neueren VÖ's wieder auf ihn aufmerksam geworden - dafür aber mit Nachdruck: Der Wall Of Sound, den er da teilweise auf die Beine zu stellen versteht (exemplarisch bei "Wolf's Milk" oder der neuen CD/LP "Kataract", wo er nur mit Sounds von Wasserfällen arbeitet), steht meiner Ansicht nach ziemlich beispiellos und einzigartig in der musikalischen Landschaft. Musik, die mich durch ihre schiere Intensität vollkommen in ihren Bann zieht und aufsaugt - irgendwann steht ein massiver Block aus reiner Sounddichte im Raum. Sehr treffend finde ich die Charakterisierung, die sich auf Menche's Website findet:

"Through this intensity, Menche bridges the gap between sound and listener, a one-on-one, personal impact with pure sound. Intent is the crucial ingredient in creating intensity.

The musical intent is to destroy all rationalized thought processes to make room for the emotional and sensual impulses to take over. This is a direct goal and intent inherent in the work. The greater the intent, the greater the intensity, and intensity is based upon the blood rising in speed and heat through our bodies."

(http://danielmenchebiography.blogspot.com/)

Ziel voll erreicht, find' ich. *lob* - Was meint die werte Mitleser- & schreiberschaft?
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Re: Daniel Menche

Beitragvon Schmerzsucht » 04.07.2010 (11:25)

Hmmm..., viel kann ich zu dem Herrn jetzt nicht sagen, außer das ich auch ein paar Tonträger von ihm habe und diese mir sehr gefallen und man auf seine Lautsprecher aufschauen sollte das man die nicht überbeansprucht beim hören seiner Werke, er ein sehr netter Zeitgenosse ist dem es schwer fällt zu glauben das man sein erlebtes Konzert sehr gut fand und das mir zwei überaus gute Konzerte bzw. Darbietungen von ihm in Erinnerung geblieben sind!
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Re: Daniel Menche

Beitragvon Kenaz » 04.07.2010 (17:48)

Schmerzsucht hat geschrieben:Hmmm..., viel kann ich zu dem Herrn jetzt nicht sagen, außer das ich auch ein paar Tonträger von ihm habe und diese mir sehr gefallen und man auf seine Lautsprecher aufschauen sollte das man die nicht überbeansprucht beim hören seiner Werke, er ein sehr netter Zeitgenosse ist dem es schwer fällt zu glauben das man sein erlebtes Konzert sehr gut fand und das mir zwei überaus gute Konzerte bzw. Darbietungen von ihm in Erinnerung geblieben sind!

- Na, das ist doch schon mal 'ne ganze Menge :wink: ... - Um die erlebten Live-Darbietungen beneid' ich Dich ein bisschen ... allzu oft spielt der nicht in Deutschland oder irre ich?
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Re: Daniel Menche

Beitragvon Schmerzsucht » 04.07.2010 (19:31)

Nun, zumindest eines war in Frankreich anlässlich eines Festivals in Nevers 1996 (Festival Musique Ultimes) wo auch C93, Schloss Tegal etc. auftraten. Das andere weiß ich leider nicht mehr wo das war :oops:. Aber an das in Nevers kann ich mich noch ganz gut erinnern weil dieses in einem alten schönen Theater stattfand und bestuhlt- und mit einem sehr edlem Ambiente ausgestattet war. Als Herr Menche anfing hatte ich gedacht das gleich der Bau einstürzt weil der Bass so extrem war. Er hatte einfach ein Mikro in eine Schale mit Salz gehauen und während der Darbietung mit Mikros an seinen Fingern und Händen in dem Salz gerührt, gerieben und was weiß ich noch alles. Es war sehr intensiv und ging durch Mark und Bein *lob*.
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Re: Daniel Menche

Beitragvon Maschinenrepublik » 04.07.2010 (20:13)

In Erlangen hat der damals in den 90ern auch gespielt...
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Re: Daniel Menche

Beitragvon Schmerzsucht » 05.07.2010 (11:43)

Danke Dir M. für die Gedächtnisstütze :D.
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Re: Daniel Menche

Beitragvon Komastern » 04.08.2010 (17:44)

Menche kann man heutzutage getrost vergessen. Außer dem letzten Release "Kataract" hat mich nichts mehr wirklich umgehauen. Die 90er Phase ist und bleibt die beste.

Hat jemand vielleicht eine Ahnung, wer den herrlichen Innseiten - Text zu "Static Burn" geschrieben hat ?
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Re: Daniel Menche

Beitragvon Kenaz » 05.08.2010 (13:14)

Komastern hat geschrieben:Menche kann man heutzutage getrost vergessen. Außer dem letzten Release "Kataract" hat mich nichts mehr wirklich umgehauen. Die 90er Phase ist und bleibt die beste.

- Womit mal wieder eindrucksvoll bewiesen wäre, dass die Geschmäcker unterschiedlicher nicht sein könnten ... Ich für meinen Teil behaupte das genaue Gegenteil (Konsens besteht allerdings hinsichtlich "Kataract"): Hinter Krachern wie "Creatures Of Cadence", "Skadha", "Wolf's Milk", "Radiant Blood", "Jugularis", "Deluge" usw. usf. fallen die 90er VÖ's meilenweit zurück, für mein Empfinden waren das lediglich die Fingerübungen für das ausgereifte opus magnum, das erst in den letzten Jahren peu à peu rausgekommen ist.
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